ÜBER MICH


Mein Name ist Albert Peppler und ich bin 1950 in Hörgenau geboren worden. 43 Jahre war ich in einem großen Autohaus als Lagerleiter tätig. Ein Leben lang ist die Vogelzucht schon ein Hobby von mir. In meiner Kindheit habe ich mich schon immer für Tiere interessiert. In frühster Kindheit hatten wir schon Vögel in der Stube und im Winter war es immer interessant, die Vögel am Futterhaus zu beobachten. Aus dieser Leidenschaft wurde ein Hobby.   


  

Mit 12 Jahren begann ich mit meinem Bruder zusammen Dompfaffen zu züchten. Wir hatten nur ein Paar zum Züchten der Jungtiere. Im Garten unserer Eltern baute mein Bruder, da ich zur damaligen Zeit noch nicht so handwerklich geschickt war, eine Voliere. Das war im Jahre 1962. In der Voliere haben wir eine Buchenhecke mit einbezogen und ein Schutzhäuschen angebaut. Die Voliere war nur 2m x 2m x 2m groß und das Schutzhäuschen ca. 2m x 2m x 0,8m. Täglich gaben wir frische Zweige in die Voliere und zusätzlich haben wir noch eine Tanne eingepflanzt, damit die Dompfaffen ihr Umfeld so naturnah wie möglich hatten.


  

Ende April des Jahres hatten wir dann ein etwas größeres Kaisernest in die Voliere gehängt. Anfang Mai fingen die Dompfaffen an mit kleinen Fichtenzweigen und Rosshaaren vom Pferdeschweif ein Nest zu bauen. Anschließend legte das Weibchen täglich Eier. Wir warteten dann bis das Gelege 5 Eier umfasste und somit komplett war. Beim Brüten des Weibchens konnte man das Selbe berühren und es flog nicht weg. Nach 14 tägiger Brut schlüpften fünf junge Dompfaffen. Mein Vater öffnete die Futterklappe und somit konnten die Elterntiere ihre Nahrung, welche die Junge in der Anfangsphase brauchen sich in freier Natur suchen.


  

Erst in 1964 startete ich mit der Kanarienzucht. Ein älterer Mann aus Hörgenau, welcher bereits Kanarien züchtete, gab mir einen gelben Kanarienhahn. Zuerst wurde dieser bei uns als Sänger in der Küche untergebracht. Aber in 1965 bauten wir an das Schutzhäuschen noch eine Voliere an und ich besorgte mir weitere drei gelbe Kanarienhennen. Die erste Kanarienzucht startete.


  

Mein Bruder, welcher schon seit 1969 verheiratet war, hatte bei seinen Schwiegereltern ein Vogelhaus mit 2 Volieren gebaut. Er hielt dort Jagdfasane und Dompfaffen. Meine erste Voliere baute ich mir 1971 im Garten der Großeltern meiner Frau. Die gelben Kanarienvögel hatte ich meinem Bruder gegeben. Er war bereits dem KZV Alsfeld (Kanarienzuchtverein Alsfeld) beigetreten und züchtete damit. Da er im Verein organisiert war und die Kanarien schon beringte, konnte er diese auf der Landesverbandsschau ausstellen und wurde bereits Landesverbandssieger. Auch ich trat dem Verein bei, damit ich an den Ausstellungen teilnehmen konnte.


  

In 1973 baute ich mein eigenes Haus und dort entstand dann das erste Vogelzimmer im Keller. Von nun an startete die Vogelzucht so richtig durch und in all den darauf folgenden Jahren nahm ich an den Vereins- und Landesverbandsausstellungen teil.


  

Heute ist die Vogelzucht das größte Hobby von mir geworden und stellt ein wichtiger Ausgleich für die alltägliche Arbeit dar.


  

In den letzten Jahren  habe ich an allen großen Vogelausstellungen deutschlandweit teilgenommen und den Titel „Deutscher Meister (DKB)“ und „AZ Bundessieger“ mehrfach erhalten.


  

Im Jahr 2006 habe ich begonnen mich auf die Zucht von Llarguet Espanol und Raza Espanol zu spezialisieren. Der Raza Espanol ist eine kleine Rasse aus Spanien, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Man wollte in Spanien eine kleine „Miniaturrasse mit glattem Gefieder“ züchten. Über die Jahre hinweg verlor sich diese Züchtung wieder und  nach den Kriegswirren lebten erste Exemplare Raza Espanola wieder auf.   


  

Der Llarguet Espanol entstand wie der Raza Espanola auch in Spanien. Nur kann man keinen genauen Entstehungszeitraum definieren. 1950 tauchte diese Rasse erstmals auf. Erst Anfang der 80 Jahre wurde intensiv an dieser Rasse gezüchtet und so wurde auf der Weltschau im Jahr 2000 der heutige Standard des Llarguet Espanol vorgestellt.   


  

Die beiden Rassen stellte ich in 2007 zum ersten Mal auf der Deutschen Meisterschaft aus. Mit Einzelvögeln bin ich auf diese Schau gegangen und war überrascht, dass ich Platz 1 bei der Deutschen Meisterschaft belegen konnte. Dies spornte mich natürlich an und bekräftigte mich darin, weitere Anstrengungen in die Zucht und die Verfeinerung meiner Nachzucht zu stecken.


  

Die Anstrengungen wurden belohnt und so wurde ich auf der 27. EE-Europaschau in Leipzig 2012 Europameister.


  

Ab September 2014 bin ich nun im Rentenstand und kann mich so noch besser und intensiver um mein Hobby, die Vogelzucht kümmern.